AKK empfiehlt Absage des Karnevals in Koblenz

 

Fast alle Saalveranstaltungen abgesagt – keine Umzüge / Tollitäten bleiben „designiert“ – Neustart am 11.11.22

Koblenz, 4. Dezember 2021. „Der Karneval liegt uns am Herzen – zurzeit gibt es aber einfach Wichtigeres – nämlich unser aller Gesundheit“, fasst Christian Johann, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval zusammen und ergänzt: „Nach ausführlichen und umfassenden Gesprächen mit den Mitgliedsvereinen, den Sponsoren und weiteren Vertragspartnern sind sich alle Beteiligten einig: es gibt zurzeit kein Szenario, in dem wir uns unbeschwerte Karnevalsfeiern gleich welcher Art vorstellen können. Schweren Herzens, aber einstimmig haben wir den Beschluss gefasst, die am 11.11. begonnenen Session jetzt abzubrechen“

Die Absage betrifft sowohl die AKK-Veranstaltungen, wie zum Beispiel Inthronisation, Seniorensitzung, Handicapsitzung, Erstürmung von Bundeswehr und Rathaus und sowie den Rosenmontagszug, als auch fast alle Saalveranstaltungen der angeschlossenen Vereine sowie Stadtteil- und Kinderumzüge. Lediglich im Bezug auf die Schängelschiffe und einigen wenigen Einzelveranstaltungen konnte zum jetzigen Zeitraum und Blick auf den Gültigkeitszeitraum der aktuellen Verordnungen aus diversen Gründen noch keine finale Entscheidung getroffen werden. „Wir gehen aber davon aus, dass auch diese unter den aktuellen Bedingungen und Auflagen kaum stattfinden können. Hier bedarf es aber weiterer Abstimmungen“, ergänzt Johann.

Für die am 4. November vorgestellten designierten Tollitäten Prinz Sven und Confluentia Lisa von der KG Rheinfreunde Neuendorf 1845 e.V. bedeutet die Absage der Session ein – hoffentlich historisch einmaliges – weiteres Jahr des Wartens: sie bleiben „designiert“ und starten „ihre“ Session am 11.11. 2022 auf dem Münzplatz von Neuem.

Die momentane Pandemiesituation beschäftigte natürlich auch die Verantwortlichen und Aktiven im Koblenzer Karneval seit Wochen. Bei der AKK ist es aber gelebte Tradition Entscheidungen, vor allem die von großer Tragweite, gemeinsam mit den angeschlossenen Vereinen, den Sponsoren und den Vertragspartnern zu treffen. „Wir wollten erst mit einer Information an die Öffentlichkeit gehen, wenn wir auch mehr als Absichtserklärungen präsentieren können, die eventuell schon Tage später von der Realität überholt sind“, erläutert AKK-Präsident Johann. Der Entscheidungsprozess begann schon kurz nach der Sessionseröffnung auf dem Münzplatz. Es folgten intensive Beratungen im AKK-Vorstand, diverse Konzepte wurden vorgelegt und wieder verworfen. Letztlich beschloss der Vorstand bereits am vergangenen Sonntag in einer Sondersitzung Vorgespräche mit dem prinzenstellenden Verein, den Sponsoren und Vertragspartnern zu führen, um in einer Entscheiderrunde mit den angeschlossenen Vereinen am heutigen Samstag einen gemeinsamen Beschluss herbeiführen zu können. „Letztlich können wir als AKK aber nur eine Handlungsempfehlung geben. Jeder Vereinsvorstand ist am Ende für seine Veranstaltungen alleine verantwortlich“, so Johann. Bei der Entscheiderrunde heute Nachmittag, sprachen sich allerdings die bevollmächtigten Delegierten der teilnehmenden Vereine einstimmig für den Abbruch der aktuellen Session, fast aller Saalveranstaltungen und des Straßenkarnevals aus.

Hoffen lassen die rund 10.000 Aktiven des Koblenzer Karnevals die Planungen, am letzten  Juliwochenende ein karnevalistisches Sommerfest am deutschen Eck zu feiern. „Das war im Jubiläumsjahr 18×11 Jahre Kowelenzer Faasenacht ohnehin geplant und wird definitiv kein in den Sommer verschobener Ersatz-Karneval sein, sondern ein Sonderevent, das wir etwas aufpeppen werden – jetzt freuen sich aber alle Aktiven umso mehr darauf“, schließt Christian Johann.

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